Über die ISAP

Die Internationale Studien- und Ausbildungspartnerschaft (ISAP) der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universidad de Antioquia, Medellín, besteht seit 2014. Die Kooperation beinhaltet den regelmäßigen und wechselseitigen Austausch von Studierenden und Lehrenden des Instituts für Politikwissenschaft der JLU und des Instituts für Philosophie der UdeA und eine langfristige Forschungskooperation im Bereich der politischen Theorie und politischen Philosophie, der Sozialwissenschaften und der Sozialphilosophie. Seit Beginn der Kooperation konnten 11 Studierende aus Gießen ein Auslandssemester in Medellín absolvieren. Umgekehrt kamen 9 Studierende aus Medellín nach Gießen. Nach einer erfolgreichen ersten Förderphase hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) eine Verlängerung der ISAP bis August 2019 bewilligt.

Projektverantwortliche

Prof. Dr. Regina Kreide

Regina Kreide ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie hat an den Universitäten Köln, Frankfurt am Main und an der Columbia University New York Biologie, Kunst, Soziologie, Politikwissenschaften und Philosophie studiert. Sie war Gastprofessorin an der New School for Social Research New York, der UAM Iztapalapa, Mexico City, der University of Washington in Seattle und der Universidad Antioquia, Medellín. Zu ihren Arbeitsgebieten gehören globale (Un-)Gerechtigkeit, Demokratie, Widerstand, Menschenrechte, Gender Studies, Sicherheit und Versicherheitlichung sowie Minderheiten-Politik. Wichtige Veröffentlichungen sind Globale Politik und Menschenrechte. Macht und Ohnmacht eines politischen Instruments, 2008; Transnationale Verrechtlichung. Nationale Demokratien im Kontext globaler Politik, 2008  (mit A. Niederberger), das Habermas-Handbuch, 2009 (mit H. Brunkhorst, C. Lafont, in englischer Übersetzung 2016 bei Columbia University Press),  Transformations of Democracy: Crisis, Protest, and Legitimation, with R.Celikates, T. Wesche (2015) und Die verdrängte Demokratie. Essays zur politischen Theorie, 2016 (Nomos).

Prof. Dr. Sergio Muñoz Fonnegra

Sergio Muñoz Fonnegra ist Professor für Ethik und Praktische Philosophie an der Universidad de Antioquia, Medellín. Er hat an der Universidad de Antioquia Philosophie und an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main Philosophie und Politikwissenschaft studiert. Seit 2014 ist er regelmäßig Gastprofessor an der Justus-Liebig Universität Gießen und Gastwissenschaftler an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen Arbeitsgebieten gehören Umweltethik, Demokratie, Deutscher Idealismus und Existentialismus. Wichtige Veröffentlichungen sind Das gelingende Gutsein. Über Liebe und Anerkennung bei Kierkegaard, 2010 (De Gruyter); Das Gleichgewicht zwischen dem Ästhetischen und dem Ethischen in der Herausarbeitung der Persönlichkeit (III): Die Pflicht als Lebensform. Zur Konkretisierung der Ethik als Aufgabe des Menschen, in: H. Deuser / M. Kleinert (Hg.), Søren Kierkegaard: Entweder – Oder, Klassiker Auslegen, 2017 (De Gruyter).

Beteiligte Dozentinnen und Projektmitarbeiterinnen

Jeanette Ehrmann, Dipl.-Pol.

Jeanette Ehrmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Nach dem Studium der Politologie, Soziologie und Kulturanthropologie sowie der Gender Studies an der Goethe-Universität Frankfurt und der University of Cyprus promovierte sie an der Goethe-Universität Frankfurt mit einer Arbeit über die Haitianische Revolution. Sie war Gastforscherin an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne, an der University of Oxford und der Université d’Etat d’Haïti und Fellow am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover. Zu ihren Arbeitsgebieten feministische Theorie, de- und postkoloniale Theorie sowie rassismuskritische politische Theorie. Wichtige Veröffentlichungen sind „Konstitution der Rassismuskritik. Haiti und die Revolution der Menschenrechte“, in Zeitschrift für Menschenrechte, 2015; „Traveling, Translating and Transplanting Human Rights. Zur Kritik der Menschenrechte aus postkolonial-feministischer Perspektive“, in Femina Politica, 2009. Zurzeit arbeitet Jeanette Ehrmann an einem Post-Doc-Projekt zu feministischer Neoliberalismuskritik.

Dr. Petra Gümplová

Petra Gümplová ist Fellow am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt. Sie promovierte an der New School for Social Research in New York und war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie arbeitet in der Politischen Theorie und Rechtstheorie und forscht zu natürlichen Ressourcen, Landrechten, Menschenrechten, Konstitutionalismus, Demokratie und globaler Gerechtigkeit. Ihr Buch Sovereignty and Constitutional Democracy erschien im Jahr 2011 bei Nomos. Weitere wichtige Veröffentlichungen sind “Souveränität, Postsouveränität, Territorialitätˮ (in: Regina Kreide, Andreas Niederberger, Internationale Politische Theorie, 2015) sowie “Rights to Natural Resources and Human Rights” (in: Markku Oksanen, Ashley Dodsworth, Selina O’Doherty, Environmental Human Rights. A Political Theory Perspective, 2017). Zurzeit arbeitet Petra Gümplová an einem Buch über den Zusammenhang von natürlichen Ressourcen und Gerechtigkeit.

Dr. Ana Ivasiuc

Ana Ivasiuc studierte Kulturanthropologie und Entwicklungssoziologie an der Universität Leiden in den Niederlanden, wo sie im Jahr 2014 ihre Promotion in der Entwicklungsanthropologie abschloss. Danach war sie im Rahmen des SFB „Dynamics of Security: Forms of Securitization in Historical Perspective“ wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt „Between Minority Protection and Securitization: Roma Minority Formation and Transformation in Modern European History“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen. In ihrem aktuellen Projekt erforscht Ana die Versicherheitlichung der osteuropäischen Roma im Kontext ihrer Migration nach Italien. Zu Anas Forschungsschwerpunkten gehören Praktiken informellen Polizierens, aktuelle Konflikte in Europa, die Transformation des Staates im Zuge der neoliberalen Versicherheitlichung, die Forschungspolitik von Sicherheitsthematiken sowie anthropologische Perspektiven auf Versicherheitlichung. Wichtige Veröffentlichungen sind ein gemeinsam mit Regina Kreide und Huub van Baar herausgegebener Band zur Versicherheitlichung der Roma in Europa (Palgrave Macmillan, 2018) und ein Band über die Intersektion von Forschung und Roma-Aktivismus unter dem Titel Renewing Research and Romani Activism (Berghahn Books, 2018).

Dr. Nadja Meisterhans

Nadja Meisterhans ist Senior Lecturer/Post Doc am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Johannes Kepler Universität Linz. Nach einem Studium der Politikwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt promovierte sie an der Universität Bremen. Sie war Dozentin an der Karlshochschule/International University Karlsruhe, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie wissenschaftliche Referentin des Geschäftsführers der Menschenrechtsorganisation Medico International in Frankfurt/Main. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören kritische Theorien der Menschenrechte und des Rechts, feministische und postkoloniale Theorie, globale Staats- und Demokratietheorie, Kritische Gesellschaftstheorie und Ideologiekritik sowie politische Sozialpsychologie und Psychoanalyse. Wichtige Veröffentlichungen sind Feministische Kritiken und Menschenrechte. Reflexionen auf ein produktives Spannungsverhältnis (mit I. Leicht, Ch. Löw und K. Volk), 2016; Materialität neu denken. Materialität anders denken – Feministische Interventionen (mit I. Leicht, Ch. Löw und K. Volk), 2017.

Prof. Dr. Paula Cristina Mira Bohórquez

Paula Cristina Mira Bohórquez ist Professorin für Ethik und Griechische Philosophie an der Universidad de Antioquia, Medellín. Sie hat an der Universidad de Antioquia Philosophie und an den Universitäten Heidelberg und Mannheim Philosophie und Romanistik (Spanisch und Italienisch) studiert. Seit 2015 ist sie regelmäßig Gastprofessorin an an der Justus-Liebig Universität Gießen und Gastwissenschaftlerin an der Universität Mannheim. Zu ihren Arbeitsgebieten gehören Tier- und Umweltethik, Bioethik, Armut, Gender Studies und Griechische Philososophie. Wichtige Veröffentlichungen sind Freundschaft. Eine Analyse der Bestimmung der Freundschaft bei Aristoteles, 2009 (Mannheim University Press); Animales y medio ambiente. Problemas de responsabilidad, in: Estudios de Filosofía, 2014; ¿Derechos de los animales? In: Revista Latinoamericana de Estudios Críticos Animales, Año II, Vol. I, 2015; Creación de mundos posibles. Mímesis en la Poética de Aristóteles. In: Lozano, V. A. (Ed.), lógoi anthropínoi: Palabras humanas: homenaje a Giselle von der Walde, 2016 (Universidad de los Andes).